Das Geheimnis von Rennes-le-Chateau


Rennes-le-Chateau ist ein verschlafenes kleines Dorf, zirka 40 Kilometer von Carcassonne entfernt. Und doch übt dieses Dorf, das sich auf einem steilen Hügel befindet, eine unglaubliche Anziehungskraft aus. Es sei dahingestellt, warum. Vielleicht doch nur, weil sich hier Dinge ereigneten, die sich nicht erklären lassen. An dieser Stelle soll nun die Geschichte wiedergegeben werden, wie sie sich im wesentlichen abspielte.

Im Jahre 1885 wurde der Priester Abbé Bérenger Saunière nach Rennes-le-Chateau berufen. Da sich die Dorfkirche in einem erbärmlichen Zustand befand, lieh er sich, ermutigt durch seinen Freund Abbé Boudet, Curé des Nachbardorfes, Rennes-les-Bains, Geld von der Gemeindekasse.

Nun sollte das Abenteuer seinen Anfang nehmen. Im Verlaufe der Restaurationsarbeiten soll er nebst einem kleinen Kessel voll mit Louis d'Or, die der Curé Antoine Bigou, Pfarrer von Rennes-le Chateau, kurz vor seiner Flucht im Jahre 1792 versteckt hatte, auch noch in einem westgotischen Träger der Altarplatte vier Pergamente gefunden haben.

Er muss etwas so wertvolles gestossen sein, dass es ihm möglich war, die ganze Kirche zu restaurieren, weil von verschieden Orten das Geld zu fliessen began. Damit aber nicht genug. Er liess sich eine ganze Anlage mit Bibliothek und Aussichtsturm errichten. Auch war er in der Lage, gemeinnützige Projekte zu finanzieren und so profitierte das ganze Zweihundertseelendorf von seinem plötzlichen Reichtum. Sein ganzer Lebensstil änderte sich schlagartig. Er verkehrte mit namhaften Persönlichkeiten, die ihn von Zeit zu Zeit besuchen kamen.

Die Frage, was genau Abbé Bérenger Saunière gefunden hat, ist Gegenstand diverser Spekulationen. Einige Vermuten den sagenumwobenen heiligen Gral. Andere meinen, Abbé Bérenger Saunière hätte einen Schatz der Merowinger gefunden.

Es stellt sich die Frage, wer ein Interesse hatte, soviel Geld einem unbekannten Pfarrer zukommen zu lassen. Wenn Abbé Bérenger Saunière auf ein Geheimnis gestossen ist, welches auch weiterhin geheim bleiben sollte, ist der plötzliche Reichtum erklärbar. Vorstellbar sind diverse InteressentInnen. In den näheren Kreis gehören die Kirche und ein Orden namens Prieuré de Sion.

 


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