Parks


Text (in verkürzter Fassung) Copyright © Gartenbauamt der Stadt Zürich

Platzspitz

Der Platzspitz ist eine der ältesten und geschichtsträtichgen Grünanlagen Zürichs. Seit Jahrhunderten ist die Insellage des Ortes prägend für Gestalt und Nutzung der Anlage.

Die Besetzung des Parks durch die Drogenszene ab Mitte der Achtzigerjahre bedeutete den vorläfigen Endpunkt einer Verödung, die bereits mit dem Bau des ersten Bahnhhofes 1846 ihren Anfang nahm.

Nach der Schliessung des Parks im Februar 1992 wurde das Gartenbauamt mit der historischen Spurensicherung, Sanierung und teilweisen Neugestaltung der Anlage beaftragt. Seit Juni 1993 ist der Platzspitz für das Publikum wieder zugänglich.

Platzspitz

Arboretum

Das Arboretum ist, als Teilstück der Zürcher Quaianlagen, eine der vielbesuchten und beliebten Grünanlagen der Stadt.

Die 1887 eingeweihten Quaianlagen wardn für die Stadtentwicklung Zürichs von grosser Bedeutung. Durch sie wurder die Kleinstadt am Fluss zur selbstbewussten Stadt am See.

Das Arboretum wird als erste historische Parkanlage der Stadt Zürich seit 1985 nach gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten gepflegt.

Arboretum

Belvoirpark

Der Belvoirpark, die Perle der Zürcher Gärten im letzten Jahrhundert, ist untrennbar mit der Familie Escher verbunden. Heinrich Escher-Zollikofer legte den Besitz um 1830 an. Sein Sohn Alfred, Staatsmann und Wirtschaftskapitän, verbrachte fast sein ganzes Leben auf dem Landgut und genoss die Privatheit des Refugiums. Nach einer ungewöhnlichen Rettungsaktion ist die Stadt seit 1901 Besitzerin des Belvoirs.

Die Belvoirpark gehört zu den Anlagen, die durch alle Zeiten weitergebaut wurden. Schon im 19. Jahrhundert musste der Park markante Eingriffe wie den Verlust des Seeanstosses durch den Bau der linksufrigen Eisenbahnlinie und die Seeuferschüttungen hinnehmen. Um die Jahrhundertwende wurde im Rahmen der Rettungsaktion für den Park gut 11'000m2 Parkland entlang der Seestrasse als Bauland verkauft. Die Gartenbauausstellung von 1959 brachte die Zusammenlegung des Belvoirparks mit dem benachbarten Schneeligut. Den einbauten der Grossausstellung folgten in den achtziger Jahren der Iris- und Tagliliengarten.

Belvoirpark

Muraltengut

Das Muraltengut, ein vornehmes Landgut mit spätbarockem Konzept, ist heute im Besitz der Stadt Zürich und wird zu Repräsentationszwecken verwendet. Der Garten ist frei Zugänglich.

Tram 7 bis Billoweg
Muraltengut

Rieter-Park

In der Mitte des letzten Jahrhunderts, als noch unter schönsten Baugrundstücken in der Enge gewählt werden konnte, erwarb der deutsche Kaufmann Otto Wesendonk ein grosses Stück Rebland auf dem Gabler. Er beauftragte Leonhard Zeugheer und Theodor Froebel mit der Gestaltung von Herrschaftshaus und Parkanlage, die uns als grossartiges Ensemble erhalten geblieben sind.

Unter den nachfolgenden Eigentümern, der Grossindustriellenfamilie Rieter aus Winterthur, wurde der Besitz durch die Park-Villa Rieter und die Villa Schönberg erweitert; das Ensemble erreichte um 1890 seinen gestalterischen Höhepunkt.

Nach Jahrzehten grosser Privatheit kam der Park 1945 in Stadtbesitz und wurde öffentlich zugänglich. Schon unter den Wesendonks ein Ort kultureller Begegnung, beherbergen die Villen heute das Museum für aussereuropäische Kunst. Die eindrückliche Parkkulisse wird für klassische Konzerte und Theateraufführungen genutzt.

Tram 7 bis Museum Rietberg
Rieter-Park

Villa Bleuler

Wer von der Innenstadt kommt, erlebt die Villa Bleuler an der Zollikerstrasse 32 als Auftakt zum Villenquartier Riesbach, das sich, wie die Enge, ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur bevorzugten Wohnlage wohlhabende Bürger entwickelte.

Aussergewöhnlich lange, nämlich annähernd 100 Jahre, war die Villa Bleuler in Privatbesitz. Diese seltene Kontinuität kam hautpsächlich dem Park zugute, der bis zur Uebernahme durch die Stadt 1983 stets von einem eigenen Villengärtner gepflegt wurde, was den überdurchschnittlich hohen Anteil an Originalsubstanz erklärt.

Im Zusammenhang mit der Abgabe der Villa im Baurecht an das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft konnte der Park, gestützt auf umfangreiche gardendenkmalpflegerische Studien, sanft saniert und dem Publikum zugänglich gemacht werden.

Patumbah-Park

Die Villa Patumbah wurde 1883-1885 von der Zürcher Kaufmann Karl Fürchtegott Grob erbaut, der elf Jahre auf Sumatra als Tabakpflanzer verbrachte und als reicher Mann nach Zürich zurückkehrte. Der zur Villa gehörende Park stammt aus dem Jahre 1890 und umfasst gesamthaft eine Fläche von 13'000m2. Erst knapp die Hälfte des Parkes gehört seit 1977 der Stadt. Als Pilotprojekt der Zürcher Gartendenkmalpflege wurde dieser Parkteil seit 1986 rekonstruiert, restauriert und im Sinne der Erbauer gepflegt. Restaurationsarbeiten auf der ziemlich zerfallene Villa sind im Gang.

Eingänge: Zollikerstr. 128 oder Mühlebachstr.

Villa Patumbah

Neumünsteranlage

Aus Platznot gab die Kirchgemeinde Neumünster im Jahre 1873 den bei der Kirche gelegenen Friedhof auf und legte einen neuen auf der Rehalp, ausserhalb des Siedlungsgebietes, an. Nach Ablauf der Ruhefrist wurde der gesamte Neumünster Friedhof geräumt. Die gleichnamige Kirche, errichtet auf dem höchsten Punkt des Zelglihügels und heute Schutzobjekt von nationaler Bedeutung, bekam eine einfache, würdige Umgebungsgestaltung. Die am östlichen Fuss des Kirchhügels gelegene, ehemalige Friedhofspartie wurde in eine damals moderne Parkanlage im architektonischen Stil umgewandelt.

Als bedeutende Vertreterin einer relativ kurzen Gestaltungsperiode ist die Neumünsteranlage einmalig für Zürich. Ihr Erhaltungszustand ist überdurschnittlich gut. Im Gegensatz zu benachbarten Grünanlagen ist sie eher wenig bekannt und somit ein Geheimtip als ruhige Oase mitten in der Stadt.

Tram 11 bis Hegibachplatz
Neumünsteranlage

Aussersihler Anlage

Die Bäckeranlage, 1955 umbenannt in Aussersihler Anlage, verkörpert ein Stück Entwicklungsgeschichte des am dichtesten besiedelten Stadtquartiers um die Jahrhundertwende.

Die um 1900 angelegte und 1938 weitgehend umgestaltete Parkanlage ist eine der wenigen öffentlichen Grünanlagen im Kreis 4. Damals wie heute ist der Nutzungsdruck auf die Anlage entsprechend hoch.

Aussersihler Anlage

Friedhof Sihlfeld

1877 eröffnet die Stadt Zürich den ersten Zentralfriedhof für alle Einwohner, unabhängig von Stand und Religion.

Der Zentralfriedhof, seit 1896 in Friedhof Sihlfeld umbenannt, wurde in mehrere Etappen erweitert. Heute umfasst er eine Fläche von 28,5ha und gehört zu den grössten zusammenhängenden Grünflächen innerhalb der Stadt.

Oeffnungszeiten
01.03 bis 30.04: 7.00 -19.00 Uhr
01.05 bis 31.08: 7.00 - 20.00 Uhr
01.09 bis 02.11: 7.00 - 19.00 Uhr
03.11 bis 28.03: 8.00 - 17.00 Uhr

Friedhof Sihlfeld

Friedhof Enzensbühl

Der Friedhof Enzensbühl liegt an einer selten schönen Lage, an der Stadtgrenze nach Zollikon. Er bietet eine herrliche Aussicht auf den See, die Albiskette und einen Teil des Limmattales. Er dient zusammen mit dem Friedhof Rehalp der Beisetzung von verstorbenen aus den Quartieren Hottingen, Hirslanden und Riesbach.

Die waldartige Randbepflanzung entspricht dem Naturhintergrund mit Tannen und Föhren sowie Laubgehölzen. Man glaubt unmittelbar am Waldrand zu stehen. Die Gunst der Lage wird baukünstlerisch geschickt ausgewertet und wirkungsvoll gesteigert. Der Friedhof ist einer der schönsten in der Stadt Zürich.

Tram 11 bis Friedhof Enzensbühl
Friedhof Enzensbühl

Chinagarten

Der Zürcher Chinagarten liegt zwischen Bellerivestrasse und Blatterwiese beim Zürichhorn am See. Er ist ein Geschenk der chinesischen Partnerstadt Kunming an die Zürcher Bevölkerung, als Dank vor allem beim Ausbau der Kunminger Trinkwasserversorgung und Stadtentwässerung. Erbaut wurde der Garten in den Monaten Mai bis Oktober 1993 unter der Leitung des Gartenbauamtes der Stadt Zürich von Gartenfachleuten und Handwerkern aus Kunming und Zürich.

Oeffnungszeiten
Täglich von 11.00-19.00 Uhr
Eintrittspreise: Fr. 4.-- / Person, Fr. 1.-- / Kind bis 14 Jahren

Tram 2, 4 bis Fröhlichstrasse
Chinagarten

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